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Unsere Chronik

Im Sommer des Jahres 2007 feierte die Praxis der Familie Dr. Wenzel und Partner in Hamburg-Rahlstedt ihr 80-jähriges Bestehen. Die Hamburger Zahnärztekammer gratuliert hierzu recht herzlich. Eine solche Tradition – die Praxis wird in dritter Generation im gleichen Praxisgebäude geführt – ist auch für unsere Hamburger Verhältnisse ein recht seltenes Ereignis.

Auf der Spurensuche fanden die Enkel des Gründers Dr. Hugo Wenzel einen Eintrag in dem Adressbuch 1928 von Rahlstedt, in welchem Dr. Hugo Wenzel seine Praxisadresse, Fernsprechnummer und Öffnungszeiten 9 – 12 und 3 – 6 Uhr außer Sonnabends nachmittags darstellte. Desweiteren existieren die Originalbauunterlagen eines genehmigten Anbau/Umbauplanes des Rahlstedter Bauamtes zur ersten Praxiserweiterung vom 1.3.1930. Die Pläne sind in der Praxis ausgestellt. Auch die steuerlichen Unterlagen der Praxis seit 1934 existieren noch. Hieraus geht hervor, dass die Praxis seit ihrem Anfang bis zum heutigen Tag von der Steuerberatersozietät Hinrichs und Partner aus Hamburg betreut wurde. Diese traditionsreiche Steuerberatersozietät ist auch vielen Hamburger Kollegen wohlbekannt.

Die Unterlagen der Zahnärztekammer Preußen sind während der Kriegswirren vernichtet worden und es existieren daher nur Unterlagen ab Ende der 40er Jahre. Erst nach dem 2. Weltkrieg sind die Länder-Zahnärztekammern gegründet worden, daher gibt es in den Archiven der Hamburger Zahnärztekammer keine entsprechenden Unterlagen. Die Spurensuche erwies sich daher als recht schwierig, aber der Rahlstedter Bürgerverein half weiter. Die Leiterin des Rahlstedter Archivs, Frau Annemarie Lutz, eine langjährige Patientin der Praxis, fand glücklicherweise das alte Adressbuch. Auch gibt es noch heute einige wenige, inzwischen sehr alte Patienten der Praxis, die sich an ihre Kindheit und die ersten Besuche bei dem alten Doktor Wenzel erinnern können. Wir stellen die Chronik der Praxis sowie einige Bilder aus alten Zeiten hier im Internet den Besuchern unserer Website zur Verfügung, um ihnen einen Eindruck über unsere mehr als 80-jährige Tradition zu vermitteln.

Die zahnmedizinische Tradition der Praxis Dr. Wenzel besteht in dritter Generation. Mit Dr. Hugo Wenzel, geboren am 9.2.1891 in Bruchsal, gestorben am 5.10.1967, begann die zahnmedizinische Tradition. Im Jahre 1913 erlangte er sein Staatsexamen der Zahnmedizin an der Universität in Heidelberg. Hiernach war er ein Jahr als Assistent an der konservierenden Abteilung des zahnärztlichen Instituts der Heidelberger Universität beschäftigt. Nach dem 1. Weltkrieg arbeitete er kurze Zeit als Militärzahnarzt in Heidelberg und war dann im Jahre 1919 als Assistent bei einem Frankfurter Kollegen tätig. Im April des Jahres 1920 zog er nach NykflbingiFalster in Dänemark und arbeitete als Assistent. In den Jahren 1922/23 arbeitete er in Brönnöysund (65.30 N /12.10 E), Norwegen und bereiste als schiffsreisender Zahnarzt die nördlichen Hafenstädte Nordnorwegens.

Von diesen Reisen sind so manche Anekdoten überliefert, so die vom Doktor, der die Schiffsglocke läutete, wenn er im Hafen seine Behandlung anbot, und die von den Prothesen, die später mit dem nächsten Postschiff die Patienten erreichten.

Im Jahre 1924 eröffnete er seine erste Praxis in Hockenheim, im Nebenzimmer eines Gasthauses. Erst im Jahre 1927 kam die Familie Wenzel nach Hamburg Rahlstedt. Dr. Hugo Wenzel übernahm die Praxis des Kollegen Bolen in der ehemaligen Waidstraße 2, der jetzigen Amtstraße, im Hause der Familie Göben direkt an der Wandse. Auch zu dieser Praxis gibt es einige überlieferte Anekdoten, so die Geschichte von dem Wandsewehr im Liliencron Park. Dieses Wehr wurde einmal im Jahr gereinigt und die Kinder aus Rahlstedt versammelten sich dann immer dort, weil viele interessante Dinge zum Vorschein kamen. Sehr beeindruckend waren die vielen extrahierten Zähne. Der Praxismüll, und somit auch die Zähne, wurde damals, für heutige Vorstellung undenkbar, einfach in die Wandse geworfen und verfingen sich im Schlick des Wehrs. Für die Rahlstedter Kinder ein beeindruckendes Erlebnis, so dass diese Erinnerungen noch 70 Jahre später bei alten Patienten wach geblieben sind.

Da Dr. Hugo Wenzel während des ersten Weltkrieges kaiserlicher Offizier (Leutnant, Träger des Ritterkreuzes 2. Klasse 1916, Eisernes Kreuz 1. Klasse 1917) gewesen war, wurde er von den Nationalsozialisten um 1935/36 als SS-Reserveoffizier verpflichtet. Dieser Verpflichtung konnte er, wie viele andere zu der Zeit, sich nicht entziehen, ohne erhebliche Repressalien für sich und seine Familie zu befürchten. So kam es, dass er während der Kriegsjahre in seiner Praxis auch SS-Funktionäre behandeln musste. Diese Tatsache wurde ihm nach Kriegsende zum Verhängnis. Er wurde während der großen Nachkriegssäuberung von Amts wegen vom Dienst suspendiert und die Approbation wurde ihm zeitweilig entzogen. Ein vom Amt bestellter Vertreter führte die Praxis weiter.

Dr. Hugo Wenzel arbeitete in der Zeit als Friedhofsgärtner auf dem Rahlstedter Friedhof, um sich und seine Familie durchzubringen. Erst am 4.6.1947, also nach fast zwei Jahren, wurde seiner Berufung endgültig stattgegeben, er wurde rehabilitiert und durfte in seiner Praxis weiter praktizieren. Er hatte in den Kriegsjahren, unter hohem persönlichen Risiko, in Rahlstedt versteckte Juden, alte treue Patienten der Praxis, weiterbehandelt. Die Behandlungen fanden zum Teil in Kellern und auf Dachböden statt. Einige hatten die Kriegsjahre überlebt, und so hatte er Zeitzeugen finden können, die ihn in den stattfindenden Verhandlungen entlasteten. Diese Zeit war für ihn sicherlich die schrecklichste und demütigendste Periode seiner zahnärztlichen Laufbahn.

Nach dem Krieg im Jahre 1948 wurde in der Rahlstedter Straße 136 erstmals das zahntechnische Labor im Keller des Hauses eingerichtet. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Labor mehrfach erweitert und befindet sich seit dem Jahre 1966 in der ehemaligen Garage, zur Rahlstedter Straße hin.

Dr. Günter Wenzel, geboren am 2.11.1927 in Hamburg, verstorben am 13.9.1996 in Hamburg Rahlstedt, setzte die zahnmedizinische Tradition fort. Im Jahre 1952 erlangte er sein Staatsexamen der Zahnmedizin an der Universität Eppendorf. In den Jahren 1953/55 war er als Assistent in Dänemark tätig. In den Jahren 1955 bis 1961 war er gemeinsam mit Dr. Hugo Wenzel in der Praxis Rahlstedter Straße 136 tätig. Die Praxis wurde damals umgebaut und es entstanden zwei Sprechzimmer mit Wartezimmer, Büro und Labor im Erdgeschoss des Hauses. Nach dem Ausscheiden von Dr. Hugo Wenzel, Ende 1960, führte Dr. Günter Wenzel die Praxis zusammen mit verschiedenen Assistenten aus Dänemark und Deutschland weiter.

Einige Hamburger Kollegen, die ihre Ausbildungsassistenzzeit in der Praxis absolvierten, können sich sicherlich noch an ihre "Lehrjahre" bei Dr. Wenzel in Rahlstedt erinnern.

In den 60er und 70er Jahren wurde die Praxis laufend dem technischen Wandel der zahnmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten angepasst. Im Jahre 1984 hielt die EDV Einzug in die Büroarbeit der Praxis und erleichtert seitdem die wachsenden Verwaltungsarbeiten des Praxisalltages. Seit dem Jahre 1996 ersetzt ein modernes Computernetzwerk die Karteikarte.

Michael Wenzel, geboren am 17.3.1957 in Hamburg, erlangte im Jahre 1981 sein Staatsexamen der Zahnmedizin an der Kongelig Dansk Tandlmgehflljskole in Kopenhagen, Dänemark. Seine Assistentszeit absolvierte er in der väterlichen Praxis in den Jahren 1982/83, sowie im Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg-Wandsbek. Im Juli des Jahres 1984 wurde die Sozietät zwischen Dr. Günter Wenzel und Michael Wenzel gegründet.

Im Herbst des Jahres 1985 erfolgte aufgrund gemeinsamer Überlegungen und den notwendig gewordenen medizinisch-technischen Neuerungen erneut eine umfassende räumliche und technische Neugestaltung der Praxis in den Räumen der Rahlstedter Strasse 136.

Stefan Auksutat studierte in den Jahren 1977 bis 1983 an der Universitätsklinik Eppendorf die Zahnheilkunde. Seine Ausbildungszeit absolvierte er in den Jahren 1983 und 1984 bei der Bundeswehr in Heide /Schleswig Holstein. In den Jahren 1985 und 1986 war er bei dem Kollegen Dr. Liebe in Hamburg Wandsbek beschäftigt, hier beendete er dann seine Ausbildungsassistenzzeit. Im Jahre 1986 wurde Stefan Auksutat als Weiterbildungsassistent in der Praxis angestellt. Die Familie Auksutat war schon seit Jahrzehnten mit der Familie Wenzel befreundet, und so fügte sich eine alte Familienbande zusammen. Nach den ersten zwei Jahren der gemeinsamen und erfolgreichen Zusammenarbeit wurde Stefan Auksutat am 1.1.1989 als Partner in der Gemeinschaftspraxis von Dr. Günter und Michael Wenzel aufgenommen.

Im Jahre 1992 beschloss unser Senior Dr. Günter Wenzel seinen Ausstieg. Der Wunsch, eine Alterspraxis zu führen, war ihm aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr vergönnt. Im folgenden Jahr 1993 schloss sich Dr. Ole Wenzel der Gemeinschaftspraxis an.

Dr. Ole Wenzel studierte von 1983 bis 1989 an der Universitätsklinik in Hamburg Eppendorf Zahnmedizin. In den Jahren 1989 und 1990 absolvierte er seine Ausbildungszeit in Geesthacht/Schleswig Holstein bei dem Zahnarzt Volker Böhmsen, übrigens einem weiteren Enkel des Praxisgründers Dr. Hugo Wenzel.

Thorsten Klute hat von 1984 bis 1991 in Hamburg Eppendorf studiert und seine Ausbildungszeit von 1992 bis 1993 bei Dr. Meyer-Wolff in Hamburg-Bergedorf absolviert. Im Jahre 1993 fing Thorsten Klute in der Praxis als Weiterbildungsassistent an. 1994 wurde er angestellter Zahnarzt in der Gemeinschaftspraxis. Auch Thorsten Klute, ein geborener Rahlstedter, passte gut in das Team. Im Jahre 1997 wurde Thorsten Klute als vierter Partner in die Sozietät aufgenommen. In der Zeit entstand auch unsere erste Homepage.

In allen Jahrzehnten hat die Praxis viele Lehrlinge ausgebildet, diese sind uns oft noch jahrelang als treue Mitarbeiter der Praxis erhalten geblieben. Es gehört auch zu einer dieser Traditionen der Praxis, dass unsere Mitarbeiter viele Jahren in der Praxis beschäftigt sind. Wir konnten in den letzten Jahren viele Jubilare zu ihrer 10-, 20- und auch 30-jährigen Praxiszugehörigkeit beglückwünschen.

In den Jahren 2000 bis 2002 wurde das Praxisgebäude umfassend saniert. Heute erscheint es von außen als typische alte Rahlstedter Villa mit einigen modernen zeitgemäßen Fassadenelementen.

Die Gemeinschaftspraxis Dr. Wenzel und Partner ging Anfang des Jahres 2002 eine Praxisgemeinschaft mit Dr. Jan Pawelzik, Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie, ein. Dr. Pawelzik konnte das Behandlungsspektrum für die Patienten der Praxis nochmals erweitern. Die moderne Parodontologie und die Implantologie wurden fester Bestandteil des Behandlungsangebotes in der Praxis.

Zum Ende des Jahres 2003 verließen Dr. Pawelzik und Zahnarzt Thorsten Klute die Praxis und eröffneten ihre eigene Praxis in Hamburg-Volksdorf. Die langjährige Zusammenarbeit mit Thorsten Klute, sowie die fachlich sehr kompetente Zusammenarbeit mit dem Kollegen Dr. Pawelzik wird der Praxis auch weiterhin zur Verfügung stehen.

Frau Herzberg, die seit 2006 hier als angestellte Zahnärztin tätig war und auch schon als Schülerin in der Praxis gejobt hat, hat die Praxis Ende April 2012 verlassen, um in einer eigenen Praxis tätig zu werden.

Herr Frank Tofaute war von Februar 2011 bis Dezember 2013 als unterstützender Zahnarzt bei uns tätig. Er hat in dieser Zeit überwiegend die Themenbereiche der Endodontie und Implantologie abgedeckt.

Seit dem 01.01.2016 ist Herr Jörg Eddelbüttel vierter Teilhaber der Praxis und ergänzt das Behandler-Team perfekt.
Die Praxis wird seither von Dr. Ole Wenzel, Jörg Eddelbüttel, Stefan Auksutat und Michael Wenzel geführt, unterstützt durch Frau Franziska Dennin, angestellte Zahnärztin. Alle Behandler werden von hoch motivierten zahnmedizinischen Fachangestellten unterstützt.

So bieten wir ein großes Spektrum der Zahnmedizin für unsere Patienten an. Der Praxis angeschlossen ist ein praxiseigenes Labor, unter der Leitung von Zahntechnikermeisterin Brinja Seckels-Meyhoff, sowie eine Prophylaxeabteilung, die von fortgebildeten zahnmedizinischen Fachangestellten geleitet wird.

Die Chronik unserer Internetpräsenz

Das Zahnärztehaus Rahlstedt ist bereits seit 1987 "online". Damals noch unter dem Namen "drwenzel-online.de". Auch hier ging die Entwicklung voran. Einen kleinen Einblick zeigen Screenshots der alten Websites: